(Kein Betreff)
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tribun
Vor ein paar Jahren hatte ich mir zu Silvester vorgenommen, jeden Tag einen LJ Eintrag zu verfassen. Auf "Private", also sozusagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Und ich habs tatsächlich durchgezogen. Täglich. Naja, manchmal auch ein paar Tage später, aber dann zumindest in Stichpunkten zusammengefasst, was alles so passiert ist.

Fast den kompletten letzten Monat hab ich in diversen Städten in China verbracht.
Und das allein hat so viele Eindrücke hinterlassen, dass ich schon nach den ersten 5 Tagen fürchtete, die Erinnerungen mit immer neueren Geschehnissen zu verdrängen.
Also fing ich an - wie damals - in Stichpunkten fleißig meine täglichen Erlebnisse einzufangen.

Worauf will ich eigentlich hinaus?
Ich glaub, ich möchte diesem verstaubten Tagebuch auch gerne mal wieder eine Chance geben, an meinem Leben teilzuhaben.
Es ist mal wieder kurz vorm Jahreswechsel, und bereits jetzt stehen für 2015 spannende Reisen an: Blackpool, Valencia, Buffalo, Los Angeles, Las Vegas und Rimini - um nur einige zu nennen.

Dies ist also die vorsichtige Vorankündigung, dass ich demnächst vielleicht ein wenig mehr von mir hören lasse.
Vielleicht nicht immer öffentlich. Aber doch wenigstens halbwegs beständig. So zumindest der Plan. Ja. Guter Plan!

Hallo! Und willkommen zurück!

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see the world with green eyes
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Der lang herbei gesehnte Tag steht vor der Tür.
Doch niemand wird da sein, um aufzumachen.

(Kein Betreff)
see the world with green eyes
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Wenn Bücher zum Leben erwachen, und man plötzlich seine eigene Geschichte schreibt,
in der man zwar die Hauptrolle spielt, aber kein Wort mitzureden hat.
Marionettenschnüre in der Hand eines verspielten Kindes namens Schicksal.

Werbeunterbrechung
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tribun
Werte Leser aus Hamburg ...
Ich bin soeben aus New York zurück. Hab nen tierischen Jetlag, und zu allem überdruss morgen hier in Hamburg zwei lange Auftritte.
Öffentliche Auftritte. "Abendfüllend" - allerdings schon morgens, bzw dann nochmal am Nachmittag. Also 11 Uhr und 15 Uhr.

Wer sehen möchte, wie lange ich dabei wach bleibe, möge doch einfach vorbei kommen, es gibt nämlich noch einige Karten. :)

Tickets und weitere Infos hier



Gerne weitersagen, und so.
Tschö.

15
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tribun
Ja, ich hab zweimal nachgerechnet. Gerade eben hab ich den fünfzehnten Flug für dieses Jahr gebucht.
New York, London, Buffalo, Paris, Kopenhagen, Amsterdam, Hamburg, München, ... ich hab einiges vor, bzw hatte schon einiges zutun.
Allein letztes Wochenende waren es 6 Flüge. Und trotz einiger Verzögerungen aufgrund von Schneechaos kam ich pünktlich an und konnte einen überzeugenden Auftritt abliefern.
Nur mein Koffer ging auf der Rückreise verloren. Tauchte dann aber wieder auf und wurde ein paar Tage später von einem Flughafen-Mitarbeiter vorbei gebracht.

Was gabs noch?
Ich wurde von einer unbekannten per Mail(s), LJ-Kommentar und ellenlanger SMS bombardiert und regelrecht aufgefordert ihr mein iPad zu schenken. Schließlich sei sie eine arme Studentin, und so.
Unter der Mail stand "Send from my iPhone". Arme Frau. "Hilfsbedürftige", wie sie schrieb. Naja, bin jedenfalls das Gerät inzwischen losgeworden.

Dafür gab es noch einen weiteren Kontakt mit einer unbekannten. Wieder per LJ-Kommentar. Wer weiß wer dahinter steckt. Könnte ja quasi jeder sein. Kollege, Freund, Feind. Oder tatsächlich wer fremdes, der zufällig mein Online-Tagebuch kennt und mich morgens auf meinem Weg zur Arbeit gesehen hat. Aber ehrlich gesagt ist mir das nicht ganz geheuer. Vielleicht bin ich ja noch immer von den Erlebnissen mit der Stalkerin gebrandmarkt.
Verdächtiges Schweigen hat sich eingestellt, seit ich nach einer bidirektionalen Kommunikationsplattform fragte. Ich bin mal gespannt, ob noch was kommt.
Mit anderen Worten: Meld dich gefälligst und verrat mir wer du bist, und lass mich nicht so im dunkeln tappen! Ehm. Bitte.
Das wars für heute.

Und nich vergessen: morgen ACTA Demo!


Prahlereien
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Ich habe heute ein iPad geschenkt bekommen. Genauer: ein iPad 2. 32GB. Schwarz. Neuwert: 599 € – Und es ist neu! Originalverpackt. Nach wie vor. Denn was soll ich bitte mit einem iPad?! Jetzt mal ernsthaft. Ich hasse Macs. Die können nicht mal Flash abspielen. Und nen vernünftigen USB Anschluss gibt es auch nicht. Nur über Adapter. Außerdem hab ich doch schon nen Laptop. Wenn ich den im Bett auf meinen Bauch leg kippt der auch nich um, dank der praktischen verbauten Tastatur. Und zum Mails checken und Spiele spielen eignet sich mein Android-Smartphone bereits hervorragend.
Jaja. Genug beschwert. First-World-Problem. Welch schwere last.
Also kurz gesagt: will wer ein ganz tolles Tablet haben? Ich verkaufs günstig. 598 €.
Nee, irgendwas zwischen 450 und 500, denk ich.

Erfreulichere Botschaft: Samstag flieg ich nach Dänemark. Aarhus. Hotel direkt am Meer. Werde dort ein wenig zaubern; die After Show Party genießen; und am nächsten Tag wieder zum Flughafen kutschiert. Wenn das mal nich geil ist! Und diese Dänen – welche mich bei meinem Auftritt neulich in Hannover bei der Messe gesehen und in Folge dessen gebucht haben – sind super gut drauf und ich freu mich echt die Truppe wiederzusehen. Besonders die Blonde. Oh, hab ich das gerade laut geschrieben?
So. Weitermachen!


Die Bahn bewegt
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tribun
Abenteuerlich.
Es ist lang her, dass ich mit der Deutschen Bahn gefahren bin. Aber soeben wurde mir lebhaft in Erinnerung gerufen, wie schön das doch sein kann.

"Die Bahn bewegt."

8:25. Abfahrt Bonn. Nächster Planmäßiger halt 8:48 in Köln.
Ich sitze auf meinem reservierten Platz, habe Stöpsel in den Ohren und schaue aufmerksam dem Spielfilm zu.
Ich bemerke erst spät, dass der Wagen ungewöhnlich lange hält. Ein Blick aus dem Fenster verrät mir, dass ich gerade in Köln-Hürth bin. Seltsam. Da sollte er doch garnicht halten. Egal, wird schon schiefgehen.

Später löse ich mich erneut vom Film und schaue raus. Nanu? Immernoch hier? Es ist doch schon 9:05. Meine Handy-App sagt, dass der Zug nun 30 Minuten verspätung hat. Aber egal. Ich hab ja einen Zug zu früh genommen, das passt schon.

"Die bahn bewegt" ... sich nicht mehr.

9:15 Durchsage. Dieser Zug kann nicht weiterfahren. Taxis wurden gerufen. Bitte verlassen Sie den zug. Sowas in der Art.
Also Laptop aus. Kram einpacken. Gepäck unter den Arm. Raus. Ewigen Bahnsteig entlang. Treppe runter. Treppe rauf. Gang. Treppe runter. Unterführung. Treppe rauf. Menschenauflauf. Keine Taxis.
Kälte.
Sonst nichts. Alles wartet. Ungedulgige Reisende rufen bei der Taxigesellschaft an. Irgendwann kommt ein Taxi. Hält 10 Meter entfernt und nimmt ein paar wenige Reisende mit.
Die Bahnführer kommen.
Es hat sich kurz vor Köln jemand vor den Zug geschmissen. Tot.
Ein Fahrgast kommentiert "da hab ich ja grundsätzlich nichts gegen", ein Mädchen fragt "macht denen das spaß?".

Ich denke mir, dass "bewegen" offenbar nicht das einzige ist, wozu die Bahn fähig ist.

Mein Handy verrät mir, dass der nächste Zug in Köln um 9:48 fährt. Der Schaffner sagt jedoch, er würde nicht auf uns warten.
Es ist 9:35. Keine Taxis weit und breit.
Minuten ziehen sich in die Ewigkeit.
9:41. Ein Taxi kommt. Ich renne hin. Stelle meinen Koffer hinein. Drehe mich um, um vom Schaffner den versprochenen Gutschein zu bekommen, doch da steht niemand mehr.
Eine Mitreisende bittet mich, hinterher zu rennen und ihn zu suchen. Also sprinte ich los. Die eisige Luft wird durch meine Atemwege gepumpt. Treppe runter. Treppe rauf. Da ist ein Menschenpulk. Aber keine Schaffner. Was ist los? Frage ich. Der Zug fährt wieder. Aha.
Ich laufe zurück. Treppe runter. Unterführung. Treppe hoch.
Gut. Mein Taxi, und somit mein Gepäck ist noch da.
Ich hole meine Sachen, gebe bescheid, und laufe wieder die gesamte Strecke zurück. Diesmal im Lauftempo. Was mit dem Koffer nicht ganz so einfach ist.

Jetzt verstehe ich das "Bahn bewegt" Motto endlich!

Ich erreiche das Bahngleis. Dort steht der Zug! Aber warum kommen denn die Leute alle zurückgelaufen?!
Der fährt doch nicht. Sollen die Regionalbahn nehmen. Gleis 51. Etwas in der Art schnappe ich auf. Sehe über die Gleise, sehe den Zug dort bereits einfahren, und haste abermals los.
Runter. Rauf. Runter. Rauf. Da steht er. Ich kann nicht mehr! Aber ich muss!! Lauf lauf lauf. Erreicht! Ich stehe drin. Die Tür fällt zu. Ich lasse mich auf einen Sitz fallen.
Als ich wieder zu Atem komme schaue ich auf die Uhr. 9:51. Das wars dann mit meinem Anschluss-Zug.
Die Regionalbahn wartet noch ein paar Minuten, dann fährt sie gemächlich los.
Eine viel zu leise Durchsage entschuldigt sich für die Verzögerung, und quasselt irgnedwas von einer Baustelle und dass der Zug deshalb dort und dort nicht halten kann. Ich bete inständig, dass er es wenigstens bis Köln Hbf schafft.
Wie sich dann rausstellte, hält der Zug dort garnicht. Aber nun außerplanmäßig doch. Na das ist doch mal was.
Wir rollen am Hbf ein. Ich schaue aus dem Fenster und sehe verstohlen zum verlassenen Gleis 2 herüber, wo erst vor wenigen Minuten mein Anschluss-Zug ausgerollt sein musste. Planmäßig! - wie mir meine App ganz stolz präsentiert.
Ich gehe wieder Treppen hinunter und hinauf, jedoch entspannter, schließlich muss ich ja nun noch fast ne Stunde warten, bis der nächste Zug kommt.
Doch als ich Gleis 2 erreiche steht dort wahrhaftig etwas von meinem ICE555 angeschlagen - 90 Minuten verspätung - der aber just in diesem Moment einfährt. Ja richtig: Mein Zug. Wo ich vorhin noch bequem drin saß und an nichts Böses dachte!
Fassungslos steige ich ein. Und kann eigentlich nur noch lachen. Hier sitze ich nun wieder. Wenigstens ist mein Platz auch noch frei.

Welch "bewegender" Moment!


Godverdomme!
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Nen Flug hab ich heute gebucht! New York City <-> Buffalo.
Fehlt nur noch der hin- und Rückflug nach NYC. Das tolle Angebot das ich neulich gefunden hab, scheint schon vergriffen. Verdammt, ich hätte mich mal eher entscheiden sollen. Jetzt wirds wohl doch teurer. Aber man gönnt sich ja sonst nichts.
...naja, genau genommen gönn ichs bloß den Fluggesellschaften nich.

Morgen geht's nach Hannover! Grund genug für ein weiteres Ausrufezeichen.
Hab dort meinen ersten Zauber-Auftritt bei ner Messe. Wuaaah. Ich bin ohnehin schon aufgeregt genug, und die Tatsache, dass alles auf englisch ablaufen wird, machts nich gerade besser.
Aber Lampenfieber ist ja gesund, sagt man. Wird schon schief gehn.
Gleich erstmal wieder zum Sport, abreagieren, und morgen früh um 8:25 sitz ich schon im ICE.


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Das Jahr neigt sich der Wende - ich glaub, die Formulierung hatte ich "neulich" erst. Neulich. Das muss ja genau genommen mindestens ein Jahr her sein. Da zeigt sich wieder mal, wie relativ alles ist. Insbesondere die Zeit. Beziehungsweise dessen Wahrnehmung.
Auch darüber hab ich mich sicherlich seinerzeit schon drüber ausgelassen. Wie dem auch sei.

Was ich eigentlich sagen wollte... Ich hab durchgehalten!
Mein Vorsatz für dieses Jahr war, jeden Tag einen Livejournal-Eintrag zu schreiben. Jeden Tag.
Anfangs hab ich das auch sehr genau genommen, nur selten musste ich einen Tag nachholen, was ich jedoch auch stehts penibel eingehalten hab. Erst so um die zweite Jahreshälfte war es, wo meine Einträge allmälig nachließen und es zur Regelmäßigkeit wurde, sie entweder nachzutragen, oder gar nur stichpunktartig zu umschreiben.
Aber - und das ist das entscheidende - ich hab mich an den Plan gehalten. Und es war durchaus interessant, zu sehen, dass die Zeit doch nicht einfach so dahin rasselt und im nirvana verschwindet, sondern Eindruck und Erlebnis sich aneinander reihen und fast täglich Neues hinzu kommt. Dennoch war es ziemlich lästig, dieses schreiben. Es hat mir keinen Spaß gemacht. Wirklich nicht. So sachliche Fakten-aneinander-Reihungen sind nix für mich. Ich schreib lieber über Gedanken und Gefühle, und das auch nur, wenn mir danach ist. Und leider ist mir kaum noch danach. Die Luft ist sozusagen raus. Oder sollte ich
sagen: die Zeiten ändern sich?
Ich hoffe jedoch weiterhin darauf, dass sich das eines Tages wieder bessert. Daher auch mein neuer Vorsatz: Bloß nicht mehr täglich schreiben!! Jedoch nehm ich mir vor, es ruhig auch mal wieder zu versuchen, und zwar gerne zusammenhanglos, kurz, lang, vertraulich, großkotzig, oder auch mal langweilig. Ganz egal. Hauptsache nicht erzwungen, und schon garnicht repräsentiv. Zumindest was meinen Alltag betrifft.
Ja. Das wär doch ganz gut.
Und ein paar weitere Vorsätze hab ich auch schon:
- Mindestens alle 5 Tage ins Fitness-Studio
- Täglich mindestens ne Banane, Paprika oder nen Apfel essen
- Grundsätzlich mehr Bewegung, frische Luft, gesunde Ernährung
Und dann will ich noch pro Tag im Jahr entsprechend viele Liegestütze machen, und schauen wie weit ich komme.
Tjo, das sollte fürs erste reichen. Ziel ist es jedenfalls, keinen einzigen Tag mehr krank zu werden. Und das würde sich ganz gut arrangieren, weil dafür ist 2012 auch garkeine Zeit. Nach Amerika gehts. Buffalo und New York City. Und nach England zur Weltmeisterschaft. Diverse Auftritte überall in Deutschland, Essen, Hamburg, München, Köln, ... achja, das wird ein Spaß.
So. Nochwas?
Hm. Ich zieh vielleicht demnächst nach Hamburg. Aber das ist noch längst nicht in trockenen Tüchern. Und so ganz trocken würden die Tücher dabei wohl auch nicht bleiben...


Wartungsarbeiten.
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Ich warte.
Fortwährend.
Lasse mich von Zeit berieseln.
Wartend.
Lenke mich ab.
Schaue links, rechts, geradeaus.
Um schließlich erneut zu warten.
Schwinge mit der Zeit.
Atme.
Ein. Aus.
Ein.
Und warte wieder.

Erfüllt sich eine Erwartung,
so lechtzt sie nach der Nächsten.
Unaufhörlich. Beständig. Stur.
Die Ferne rückt näher.
Doch was, wenn ich niemals ankomme?
Wenn es garnichts zum ankommen gibt?
Wenn das hier und jetzt alles ist.
Ich finde doch eh nur eine Spiegelung dessen, wonach ich suche.

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